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Attraktive Arbeitgeber in der Hotellerie: Wie Sie gute Mitarbeitende halten (2/2)

Qualifizierte Arbeitskräfte sind im Gastgewerbe derzeit rar. Bei unzähligen freien Stellen haben die Bewerber:innen die Wahl und suchen sich die attraktivsten Arbeitgeber aus. Wie Sie mit Ihrem Betrieb im Kampf um die besten Talente hervorstechen, haben wir Ihnen im letzten Blogbeitrag gezeigt. Doch ein Team aufbauen ist eine Sache – langfristig gute Mitarbeitende halten die andere. Denn das Gastgewerbe gehört zu den Branchen mit den höchsten Fluktuationsraten.[1] In Teil 2 dieser Blogreihe beschreiben wir deshalb einige Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Personal langfristig an Ihren Betrieb binden und damit Ihre Kosten senken.

Wieso ist Mitarbeiterbindung in Hotels wichtig?

Mitarbeitende kommen und gehen. Das war im Gastgewerbe schon immer so. Doch wussten Sie, dass es Sie als Arbeitgeber schätzungsweise 30-50 Prozent des Jahresgehalts der jeweiligen Stelle kostet, wenn Sie sie neu besetzen müssen? [2] Dazu zählen unter anderem Kosten für Stellenanzeigen, Schulungskosten bei der Einarbeitung und möglicherweise doppelte Gehälter, wenn übergangsweise zwei Mitarbeitende eine Stelle besetzen. Wenn Sie schon vorhandene Teammitglieder also an Ihren Betrieb binden, sparen Sie viel Geld.

Zusätzlich verlieren Sie mit jedem Teammitglied auch internes Wissen und Arbeitserfahrung. Gerade in einer Dienstleistungsbranche, wo so Vieles von Zwischenmenschlichem abhängt, ist gutes und erfahrenes Personal Gold Wert! Achten Sie also darauf, dass Ihr bestehendes Team stets zufrieden ist. Nur so werden Sie Mitarbeitende halten.

Mitarbeitende halten durch Fortschritt und Entlastung: Digitales Arbeiten erleichtert den Alltag

Das Jobportal Gronda hat 2019 Mitarbeitende in der Hotellerie und Gastronomie zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Die meisten der Befragten schätzen demnach die Branche zwar als gäste- und umsatzorientiert ein, doch weniger als 20 Prozent bezeichnen sie als mitarbeiterorientiert. Auch die Eigenschaften „digital“ und „innovativ“ schreiben der Hotellerie nur wenige zu. [3] Dabei gibt es heute zahlreiche Technologien, die Mitarbeitende im Hotelalltag entlasten und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mitarbeiterorientierung und Digitalisierung. Statistiken zufolge denken acht von 10 Mitarbeitende über einen Jobwechsel nach, wenn sie einen schlechten Arbeitstag hatten. [4] Die Betriebe, die moderne Technik am Arbeitsplatz sinnvoll zur Entlastung einsetzen, haben deshalb häufig weniger Probleme damit, ihre Teammitglieder zu halten.

Zu den beliebtesten technischen Helfern in der Hotellerie gehört zum Beispiel die digitale Gästemappe. Sie informiert die Gäste über alles Wichtige, vermarktet die Angebote des Hotels und ermöglicht eine digitale Kommunikation zwischen den Gästen und dem Hotelpersonal über Chats und Push-Nachrichten. Mit Hilfe von Anfrage- und Buchungsformularen buchen Gäste die Angebote direkt in der digitalen Gästemappe – papierlos und unkompliziert. Das ist praktisch für die Gäste und entlastet die Mitarbeitenden. Denn diese können das übliche Check-in-Gespräch kurzhalten und auf den digitalen Service verweisen. Sie erhalten seltener Rückfragen und können sich besser um die wichtigen Gästeanliegen kümmern. Alle in allem bleibt dank der digitalen Gästemappe auch mal Zeit zum Durchatmen. Das ist wichtig für die Zufriedenheit und Gesundheit Ihrer Teammitglieder.

Tipp: Wie die digitale Gästemappe das Personal in Unterkünften sonst noch entlastet, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

Noch mehr Entlastung im Arbeitsalltag erreichen Gastgeber:innen durch multifunktionale Tools, wie zum Beispiel das Hotelboard von Gastfreund. Durch effiziente Abläufe unterstützt es die interne Kommunikation, das Organisieren von Aufgaben, die Gästebetreuung und das Wissensmanagement zugleich.

Zitat: Das Sportcamp Melchtal bietet Platz für bis zu 600 Gäste – So behalten die Mitarbeitenden den dabei jederzeit Überblick

„Mit dem Hotelboard können wir unsere Gruppenanreisen endlich abteilungsübergreifend transparent koordinieren. Alle Informationen sind direkt bei der richtigen Person und wir haben einen guten Überblick darüber, was noch zu erledigen ist. So gelingen uns reibungslose Absprachen und Übergaben. Das Hotelboard ist einfach zu nutzen, so dass wir es schnell in unseren Arbeitsalltag integrieren und Arbeitsprozesse vereinfachen konnten.“

Sarah Durrer, Gästeadministration im Sportcamp Melchtal in der Schweiz

Positives Arbeitsklima: Wertschätzung, Motivation und Teambuilding steigern die Loyalität

Die Studie von Gronda gibt noch weitere interessante Einblicke: Sie zeigt zum Beispiel, woran Mitarbeitende die Attraktivität einer Arbeitsstelle messen. Mehr als zwei Drittel wünschen sich in erster Linie Wertschätzung und motivierte Kolleg:innen. [3] Dass Sie immer respektvoll mit Ihren Mitarbeitenden umgehen und Ihr Team motivieren, sollte also selbsvertändlich sein. Doch zur aktiven Mitarbeiterbindung gehört noch mehr!

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Für fast 75 Prozent der Fachkräfte ist der respektvolle Umgang mit den Mitarbeitenden das wichtigste Kriterium für einen attraktiven Arbeitgeber. Motivierte Kolleg:innen und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit folgen dicht danach. (Grafik: Gastfreund GmbH auf Basis von Gronda, Gastro-Umfrage 2019 [3])

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Gerade, wenn die Arbeit manchmal anstrengend ist, gleicht ein besonders guter Zusammenhalt unter Kolleg:innen und Vorgesetzten den Stress häufig aus. Das Verständnis, dass man nicht allein ist, sorgt am Ende des Tages für ein gutes Gefühl. Und wenn dieses Arbeitsklima stimmt, werden Ihre Mitarbeitenden im Zweifel zweimal überlegen, ob sie das Team wirklich verlassen möchten.

Das bedeutet konkret: Schaffen Sie Gelegenheiten, bei denen sich Ihre Mitarbeitenden kennenlernen und Beziehungen aufbauen, wie zum Beispiel bei gemeinsamen Aktivitäten und Team-Events. Geben Sie Ihnen Räume, in denen Sie sich austauschen können – sowohl über Arbeitsthemen als auch privat während ihrer Pausen oder nach der Arbeit.

Praxis-Beispiel: Wie das StrandResort Markgrafenheide Mitarbeitende an Bord hält

Vielleicht trägt die Meeresluft auch ihren Teil dazu bei, aber im StrandResort Markgrafenheide direkt an der Ostsee schwärmen die Mitarbeitenden vom herausragenden Arbeitsklima: „Das Team empfängt einen mit offenen Armen“, sagt eine Auszubildende in einem YouTube-Video des StrandResorts. Das Video soll vor allem neue Mitarbeitende anlocken und Bewerber:innen zeigen, was sie als Teil der Crew erwartet. Gleichzeitig gibt es aber auch Einblicke, mit welchen Maßnahmen die Führungskräfte im StrandResort Markgrafenheide erfolgreich Mitarbeitende halten: Das Resort punktet mit Weiterbildungsmöglichkeiten, abwechslungsreichen Aufgaben, Mitarbeiterwohnungen und insgesamt einem harmonischen Miteinander im Team. „Wir bieten unseren Gästen jede Menge Spaß. Und dass wir dabei Spaß haben, ist natürlich auch sehr wichtig.“ fasst ein Teammitglied seine Arbeit zusammen. Zur Karriereseite des StrandResort Markgrafenheide.

Work-Life-Balance: Flexible Arbeitszeitmodelle sind für beide Seiten von Vorteil

Ein respektvoller Umgang miteinander ist bei Ihnen Standard und Ihr Personal sowieso ein echtes Dream-Team? Unter bestimmten Umständen werden Ihre Mitarbeitenden trotzdem kündigen. Die möglichen Gründe dafür sind vielfältig. Die Gronda-Studie zeigt, welche die häufigsten sind: Neben einem zu niedrigen Gehalt und fehlender Wertschätzung führt vor allem eine geringe Work-Life-Balance dazu, dass Angestellte im Gastgewerbe den Job wechseln. Das heißt: Die Arbeitszeiten sind zu unflexibel und es bleibt zu wenig Zeit für Familie, Freunde und Hobbys.

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Die Hauptgründe, warum Mitarbeitende gehen sind das Gehalt, fehlende Wertschätzung und eine schlechte Work-Life-Balance. (Grafik: Gastfreund GmbH auf Basis von Gronda, Gastro-Umfrage 2019 [3])

Aber geht es denn überhaupt anders? Schließlich betreuen die meisten Gastgeber:innen ihre Gäste rund um die Uhr und so gehört Schicht- und Wochenendarbeit im Hotelalltag dazu. Die Antwort ist ja! Das folgende Beispiel zeigt, wie eine Hotelkette die Arbeit im Gastgewerbe mit einer guten Work-Life-Balance ein Einklang bringt.

Praxis-Beispiel: 25hours Hotels führt erfolgreich die Vier-Tage-Woche ein

„Not macht erfinderisch“, sagt man. Und die Hotelkette 25hours ist ein gutes Beispiel dafür. Als der Personalmangel nach dem zweiten Pandemiesommer 2021 akut wurde, bot das Unternehmen seinen Mitarbeitenden erstmals eine Vier-Tage-Woche an. Mitarbeitende, die sich dafür entschieden haben, dürfen sich nun über drei garantierte freie Tage in der Woche freuen. Im Schichtbetrieb arbeiten diese dann neun Stunden täglich. In den administrativen Bereichen ist die Arbeitszeit sogar noch etwas flexibler. [5]

Weniger Arbeitszeit, obwohl das Personal knapp ist? Was im ersten Moment kontraproduktiv erscheint, erweist sich als geniale Maßnahme: Die 25hours Hotels erhalten inzwischen mehr qualifizierte Bewerbungen auf freie Stellen und Teammitglieder mit der Vier-Tage-Woche sehen den zusätzlichen freien Tag als großen Mehrwert. [6]

Neue Talente gewinnen und Mitarbeitende halten – wie das geht, wissen Sie nun. Starten Sie jetzt durch als moderner, digitaler Arbeitgeber! Wir helfen Ihnen dabei.


Quellen:
[1] Haufe – Personal, Mitarbeiterfluktuation in Deutschland steigt, https://www.haufe.de/personal/hr-management/fluktuation-wechselbereitschaft-der-arbeitnehmer-steigt_80_193940.html

[2] Stellenanzeigen.de, Was kostet eine Neueinstellung?, https://www.stellenanzeigen.de/arbeitgeber/wecruit/was-kostet-eine-neueinstellung/

[3] Gronda in Zusammenarbeit mit Hotel Adlon Kempinski Berlin: Die große Gastro-Umfrage, Was Arbeitnehmer in der Gastronomie & Hotellerie wirklich wollen, https://blog.gronda.eu/wp-content/uploads/2019/10/Gronda-Gastro-Umfrage-2019.pdf

[4] VantageCircle Blog, Top 26 Mitarbeiterbindungsstrategien für die “neue” Arbeitswelt!, https://blog.vantagecircle.com/de/mitarbeiterbindungsstrategien/#10eyeopeningemployeeretentionstatisticsyoushouldtakenoteof

[5] www.personalwirtschaft.de, Hotelkette 25hours bereitet sich auf Vier-Tage-Woche vor, https://www.personalwirtschaft.de/news/hr-organisation/hotelkette-25hours-bereitet-sich-auf-vier-tage-woche-vor-134236/

[6] ahgz.de, Interview: „Die 4-Tage-Woche war das ultimative Mittel zur Mitarbeitergewinnung“, https://www.ahgz.de/hotellerie/news/4-tage-woche-die-4-tage-woche-war-das-ultimative-mittel-zur-mitarbeitergewinnung-304881

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