Wozu gibt es Channel Manager für Hotels?

Booking, Trivago, Expedia, HRS oder Momondo – das sind nur einige der vielen Hotel-Buchungsportale. Und alle wollen gewartet werden. Das macht den Online-Vertrieb der Zimmer nicht immer einfach für den Hotelier. Nur wer seine Preise und Kontingente permanent pflegt, bleibt buchbar, umgeht Überbuchungen und stabilisiert die Auslastung. Viele Gastgeber setzen hierfür so genannte Channel Manager ein, die sie bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Aber was machen Channel Manager überhaupt?

Kontrolle über die Vertriebsportale

Der Anteil an Buchungen über Buchungsportale (auch Online Travel Agencies genannt, kurz: OTAs ) steigt stetig. Gut 70 % der Online-Bucher haben im letzten Jahr ihre Unterkunft über solch eine Plattform gebucht, ergab eine aktuelle Umfrage von Bitkom. Und die Zahl nimmt weiter zu.

Welche Unterkünfte Reisende auf diesen Portalen buchen, hängt zum großen Teil davon ab, auf welcher Position sie gelistet sind. Umso weiter oben eine Unterkunft steht, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Urlauber buchen. Vorausgesetzt sie besteht den direkten Vergleich auf der Plattform mit anderen Wettbewerbern. Gebucht wird dann überwiegend gleich über die jeweilige OTA, seltener auf der eigenen Website. Schließlich sind die Buchungs- und Vergleichsportale oft die erste Anlaufstelle bei den Suchenden. Das spielt den OTAs in die Karten, macht Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auch Campingplätze im Gegenzug aber abhängiger von deren Bestimmungen.

Doch wie soll man bei der Menge an Portalen noch durchblicken? Die große Anzahl an Buchungsportalen und Metasuchmaschinen erschweren Hoteliers die Verwaltung von Zimmerpreisen und Kontingenten. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, die Auslastung zu optimieren und damit auch die Umsätze, müssen diese Abläufe aber reibungslos funktionieren. Darum ist es umso wichtiger, dass Hoteliers ihre Preise dauerhaft im Blick haben, Raten aktualisieren (siehe auch Revenue Management) und die Verfügbarkeiten auf den Portalen anpassen. Dabei helfen so genannte Channel Manager.

So funktionieren Channel Manager

Als Channel Manager bezeichnet man in der Hotellerie spezielle Systeme, die die tägliche Verwaltung von Online-Vertriebskanälen, wie Buchungsportale, erleichtern. Hoteliers verwalten über eine Software alle Zimmerpreise, Raten und Verfügbarkeiten gleichzeitig. So müssen Preise und Buchungen nicht mehr einzeln auf sämtlichen Plattformen abgeglichen und aktualisieren werden. Das bedeutet aber auch, dass das jeweilige Channel Management System diverse Schnittstellen zu den genutzten Buchungsportalen haben muss, damit diese automatisch übernommen werden.

Hoteliers sparen sich dadurch enorm viel Zeit. Aber nicht nur das: Sie können auch eine viel effektivere Preispolitik fahren und Überbuchungen vermeiden. Denn bei Buchungen gleicht das System die Verfügbarkeiten untereinander ab und passt sie in Sekundenschnelle auf allen Kanälen an. Der Clou hierbei: Hoteliers können die Kontingente für jeden Kanal exakt steuern. Sodass beispielsweise auf der eigenen Website immer alle freien Zimmer buchbar sind und auf kostenpflichtigen Buchungsportalen nur ein bestimmter Anteil. Gastgeber sparen sich damit teure Provisionen der Portale und fördern mehr Direktbuchungen über die eigene Website. Genauso einfach lassen sich auch saisonale Schwankungen und Aktionen in Channel Managern hinterlegen.

Je nach Anbieter sind weitere Funktionen verfügbar, damit Hoteliers bspw. die Preisgestaltung ihrer Mitbewerber im Blick haben oder Buchungen direkt mit der Hotelsoftware (PMS) ausgetauscht werden. Manche Systeme sind sogar eine Kombination aus Hotelsoftware und Channel Manager.

Übernehmen Sie die Kontrolle über den Online-Vertrieb Ihrer Zimmer!

Lesen Sie auch unser nächstes Interview mit Viato, einem Experten für Channel Management, und erfahren Sie mehr über die Funktionen und Vorteile eines guten Channel Managers.


Andere lesen auch:

Kommentare sind geschlossen.